Konzept
Dank der zweimaligen und großzügigen Förderung des Bezirksrat Mitte konnten wir, eine Gruppe junger Menschen aus dem Leonhardsviertel, nun schon im zweiten Jahr das Parklet in der Katharinenstraße gemeinschaftlich aufbauen, verbessern und mit der Nachbar*innenschaft nutzen.
Das Parklet und die Möglichkeit, sich zwischen Autos, Straßen und kommerziellen Angeboten zu entspannen und zu treffen, wurde im letzten Jahr sehr gut angenommen. Mit Liegefläche, Schattenplätzen und Begrünung aus kleinem Gehölz, Stauden und Blumen war das Parklet wie eine kleine grüne Oase mitten in der Stadt.

Wir würden uns sehr freuen, wenn das Parklet dieses Jahr wieder aufgebaut werden kann und so ein Mehrwert für unser Viertel geschaffen werden kann. Dafür hoffen wir auf Ihre Befürwortung unseres künftigen Antrags bei der Straßenverkehrsbehörde.
Der Schwerpunkt für dieses Jahr besteht darin, die verschiedenen Gruppen, die bereits das Parklet nutzen, besser in Austausch treten zu lassen. Dafür wollen wir ganz niederschwellig zu Nachbar*innenschaftstreffen auf die Fläche einladen und uns im öffentlichen Raum begegnen.
Mit den Förderungen aus dem letzten Jahr konnten weitere Sitzmöbel und Pflanzkästen gebaut werden sowie eine vielfältige und klimaresistente Begrünung des Parklets angeschafft werden.

Wer wir sind
Wir sind eine Gruppe aus Bewohner*innen des Leonhardsviertels, die sich bewusst für die nachhaltige und gemeinschaftsorientierte Gestaltung des öffentlichen Raums einsetzt. Im Sommer 2020 durften wir Dank der Wanderbaumallee eine Idee davon bekommen, was es heißt gemeinschaftlich und in geteilter Verantwortung die Katharinenstraße zu beleben und in Austausch mit unserer Nachbar*innenschaft zu kommen. Dann lernten wir das Konzept der Parklets kennen und sind nach wie vor überzeugt davon.

Warum ein Parklet im Leonhardsviertel?
Zwischen den engen Gassen, Autos, Gastro-Angeboten und betonierten Flächen gibt es nur wenige Orte, die einfach Aufenthaltsqualität und Schatten bieten. Im Viertel wohnt eine sehr diverse Stadtgesellschaft, doch es herrscht wenig Austausch auf den Straßen und Plätzen. Natürlich können wir mit einem einzelnen Parklet keine klimagerechte Stadt schaffen, doch ist es vielleicht ein kleines Sandkorn in diesem Prozess und wir würden uns freuen, einen Teil dazu beizutragen.

Aufbau
Bis auf kleine Verbesserungen wie das Anbringen von noch mehr Hinweisschildern, das Bauen kleiner Hocker und die Auffrischung der Begrünung soll es in diesem Jahr keine weiteren baulichen Maßnahmen geben. Wir durften in den letzten zwei Jahren erfahren, dass es viel Kapazitäten braucht, um ein Parklet richtig zu pflegen und dieser Aufgabe möchten wir dieses Jahr noch mehr Aufmerksamkeit schenken.
Der Aufbau soll wie folgt bleiben:
- Auf der linken Seite soll es einen Sitzbereich mit großem Tisch zum gemeinsamen Essen, Gestalten und Treffen geben.
- Tarps und Begrünung schützen vor Sonne, Lärm und erhöhen die Aufenthaltsqualität.
- Der mittlere Teil des Parklets wird dominiert durch ein niedriges Podest, das als Liegefläche dient.
- Auf der rechten Seite lädt das Tauschregal mit Büchern zum ersten Schritt aufs Parklet und zur Interaktion ein.
- Das Lastenrad "Rosa" findet hier seine Verleihstation und kann über Lastenrad Stuttgart auf Spendenbasis gebucht werden.
- Die Kreidetafel lädt zur Kommunikation ein und kann gleichzeitig als Schwarzes Brett dienen.
- Hinweisschilder vermitteln den Zweck von Parklets und weisen auf einige Regeln zur Nutzung hin.
- Die digitale Vermittlung läuft über den gut genutzten Instagram Account des Parklets weiter.
Sicherheit
Die Gestaltung des Parklets entspricht gewissen Sicherheitsansprüchen. Verstellbare Balken garantieren eine gerade Fläche, die den geregelten Abfluss des Regenwassers gewährleistet. Durch die Absicherung mit Bänken, Podesten, fest integrierten Blumenkübeln und Querstreben an den drei Außenseiten zur Straße hin ist ein Eintreten nur vom Gehweg möglich. Reflektoren machen das Parklet auch bei schwierigen Witterungsverhältnissen gut sichtbar. Versichert ist das Parklet durch eine Mitgliedschaft bei Tilia e. V..
Was wollen wir erreichen?
Mit den ersten Parklets in Stuttgart sind neue Möglichkeiten zur Nutzung des öffentlichen Raums sichtbar geworden. Wir wollen mit dem Parklet Katharinenstraße 3.0 zur Aufwertung des Stadtbildes beitragen, einen sicheren Begegnungsort schaffen und einen Ort entstehen lassen, der zur Entspannung und zum Austausch einlädt.
